Sterbebegleiterinnen und Sterbebegleiter

Lernen Sie auf dieser Seite unsere ehrenamtlichen Begleiterinnen und Begleiter kennen – einige bildlich und einige mit ihren Antworten zu drei Fragestellungen, die kurz vor dem 30jährigen Jubiläum des Hospizvereins so festgehalten wurden.

Was motiviert Sie, schwererkrankte und sterbende Menschen zu begleiten?

  • „Die Lebensgeschichte jedes einzelnen Menschen, Teil des Daseins zu bezeugen, Kennenlernen zu dürfen! Momente genießen.“
  • „Die tiefe Begegnung mit dem Leben, das gemeinsame „im Moment sein“.
  • „Am Ende des Lebens erkennt man oft, was wirklich wichtig ist im Leben, Bereicherung für mein eigenes Leben.“
  • „Es macht das Leben lebenswert und kostbar, es macht kleine Dinge groß.“
  • „Beistand, Erlebnisse miteinander teilen, voneinander lernen.“
  • „Etwas von dem Schönen zurückzugeben, was mir im Leben geschenkt wurde.“
  • „Tod als Teil des Lebens.“
  • „Wann würde Hilfe mehr gebraucht?“
  • „Zuwendung und da sein zu vermitteln.“

Was haben Sie in den Begleitungen erlebt? Schönes, Trauriges, Bewegendes? Was lernen Sie von diesen Menschen? Was nehmen Sie aus den Begleitungen mit?

  • „Einzigartigkeit jedes Menschen, Kostbarkeit des Lebens, Wichtigkeit von Beziehungen.“
  • „Es kann manchmal sehr schnell gehen…Beim Abschied nicht zu wissen, ob man sich nächste Woche nochmal wiedersehen wird.“
  • „Auch Ohne Worte, sich zu verständigen.“
  • „Ich erlebe Geduld, Dankbarkeit, Demut.“
  • „Menschen, die kein Buch hatten, kamen mit mir in tiefgründige Gespräche.“
  • „Sich einfügen in die Lebensphase.“
  • „Wut, Schweigen, Stille, offene Gefühle, Tränen, Zeit, Demut, Respekt, tiefe Wahrheit.“
  • „Wenn Menschen sich mit dem Tod nicht abfinden können.“
  • „Viel Dankbarkeit und viel Bewegendes.“

 

Was war in den Begleitungen besonders herausfordernd für Sie?

  • „Schweigen als Gemeinsamkeit und Verbindung zu sehen.“
  • „Das Loslassen, denn es ist am Ende des Tages das Leben des Anderen.“
  • „Dass man gemeinsam lachen kann. Es ist oft gar nicht so traurig, wie vermutet wird.“
  • „Der Umgang mit manchen Angehörigen.“
  • „Gefühle des Sterbenden: die Wut über die Krankheit, das Sterben, Ohnmacht, keine Antworten, Fragen.“
  • „Viel Geduld und Verständnis.“
  • „Wesentliches ansprechen.“
  • „Die Freude am Alltäglichen.“
  • „Wut nicht persönlich nehmen, eigene Grenzen erkennen und wahren.“

 Sterbebegleitung | Was hält uns zusammen?

… in erster Linie natürlich die gemeinsame hospizliche Haltung, ausgedrückt durch die Motivation, unheilbar kranken und sterbenden Menschen zur Seite zu stehen – ihnen selbst aber auch den ihnen nahestehenden Angehörigen.

Darüber hinaus ist Hospizarbeit auch für uns persönlich bedeutsam. Gemeinsam lösen wir in unseren Gruppen die unterschiedlichsten Herausforderungen, versuchen schwierige Situationen miteinander zu klären, verständnisvoll füreinander da zu sein und aus den Erfahrungen der Anderen für unsere Begleitungen und darüber hinaus zu lernen.

Und Hospiz ist nicht nur Trauer. Zusammen lachen und erzählen, gemeinsame Führungen, Lesungen und andere Veranstaltungen besuchen oder miteinander Essen gehen sind für uns genauso selbstverständlich wie in jedem anderen Verein auch.

Einen besonderen Stellenwert haben Rituale, die uns helfen, mit dem Erlebten in unserem besonderen Umfeld abzuschließen. Hierzu gehören u.a:

  • das Gedenkritual, mit dem wir das alte Jahr mit all seinen Höhen und Tiefen, die wir erlebt haben, loslassen, um uns auf das neue Begleitungsjahr einzulassen,
  • Rituale zum Abschluss einer Begleitung – wir denken an die verstorbene Person immer mit einer Kerze und einer Blume als Dankeschön für die Person, die begleitet hat. Wir sammeln die guten Momente der Sterbebegleitung, aber auch das, was uns darüber hinaus noch beschäftigt und was als schwer oder irritierend erlebt wurde,
  • das Anzünden einer Kerze durch die Koordinatorin in der Krankenhauskapelle – für jeden, der verstorben ist,
  • eine Trauerkarte an die Angehörigen im Namen des Hospizes und der Person, die begleitet hat,
  • Reflexion einer Begleitung, aus der wir rausgehen mussten und eine Rose, für den, der begleitet hat,
  • Impulse für ein persönliches Wachstum in der Praxisbegleitung, die uns Kraft und Stärkung schenken sollen.

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